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Wie viel ist meine alte Schreibmaschine noch wert?

13.04.2022 | von eBay Kleinanzeigen

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Sind historische Schreibmaschinen wertvoll?
  2. 2Welche alten Schreibmaschinen sind wertvoll und wie viel?
  3. 3Wie ermittle ich den Wert meiner alten Schreibmaschine?
  4. 4Wo und wie am besten verkaufen?
  5. 5Alte Schreibmaschinen als Wertanlage?

Kaum zu glauben, aber wahr: Es gab eine Zeit vor dem Mobiltelefon und dem Computer, in der private Nachrichten, offizielle Schreiben und Weltliteratur noch an Schreibmaschinen entstanden. Diese antiken Apparate sind heute teilweise heiß begehrte Sammlerstücke. Doch wie viel ist eine alte Schreibmaschine wert und wo kann man alte Schreibmaschinen verkaufen? Und wie ermittelst du den Wert? Erhalte hier Antworten auf diese und andere interessante Fragen beim Handel mit den Antiquitäten.

Sind historische Schreibmaschinen wertvoll?

Pauschal lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Während einige alte Schreibmaschinen praktisch nichts mehr wert sind, gibt es andere sehr wertvolle Modelle, wie beispielsweise die 1867 in Dänemark auf den Markt gekommene „Malling Hansen“. Von dieser Tippmaschine ist nur noch eine sehr geringe Stückzahl vorhanden. Sammler zahlen 50.000 Euro und mehr dafür.

Welche alten Schreibmaschinen sind wertvoll und wie viel?

Auch Maschinen von bekannteren Herstellern, die in höherer Auflage produziert wurden, erzielen am Markt teilweise noch schöne Preise. Wir haben für dich eine Auswahl zusammengestellt:

Olympia-Schreibmaschine

In der neunzigjährigen Geschichte des deutschen Schreibmaschinenfabrikanten Olympia erblickten unterschiedliche Modelle das Licht der Welt. Manche davon hatten prominente Nutzer wie Woody Allen oder Paul Auster. Je nach Ausgabe, Baujahr und Zustand werden die Geräte zwischen 25 Euro und über 700 Euro angeboten. Die mechanische Reiseschreibmaschine „Regina Deluxe“ aus den 80er-Jahren ist ein günstiges Beispiel – das Olympia „Modell 7“ von 1930 ein teures.

Adler-Schreibmaschine

Das Frankfurter Unternehmen Adler war in Deutschland das erste, das fabrikmäßig Schreibmaschinen herstellte. Im Jahr 1900 kam die sagenumwobene Adler-Schreibmaschine „Modell 7“ auf den Markt. Sie begründet den Weltruf von Adler-Büromaschinen. Im Internet findest du Angebote, die von 10 Euro bis zu über 1000 Euro reichen. Eine funktionsfähige Adler „Tippa S“ aus den 70er-Jahren ist oft günstig, das „Modell Standard“ aus den 30er-Jahren eher teuer.

Erika-Schreibmaschine

Das im Großraum Dresden ansässige Unternehmen Seidel & Naumann feierte seinen internationalen Durchbruch mit der Reiseschreibmaschine Erika – benannt nach der Enkeltochter des Unternehmensgründers Naumann. Im Netz findest du eine breite Preisspanne für Schreibgeräte dieser Firma. Mit Farbband arbeitende Maschinen aus den 60er-Jahren werden bereits für 8 Euro eingestellt. Für „Erika 5“-Geräte aus den 30er-Jahren hingegen werden Summen über 1000 Euro verlangt.

Continental-Schreibmaschine

1903 bringt die Chemnitzer Firma Wanderer ihr erstes Modell einer Schreibmaschine heraus und lässt sie durch insgesamt 60 Patente schützen. 1911 erhält die Continental-Schreibmaschine auf der Brüsseler Weltausstellung den großen Preis. Heute kannst du nicht gereinigte und teils defekte Geräte dieser Firma bereits für 10 Euro im Internet erstehen. Für perfekt erhaltene oder restaurierte Schreibmaschinen aus den 20er-Jahren wiederum verlangen Anbieter Preise von beinahe 2000 Euro.

Triumph-Schreibmaschine

Die Nürnberger Triumph Werke, die später mit der Firma Adler fusionierten, stiegen 1909 in die Produktion von Schreibmaschinen ein. Das 1927 erstmals verkaufte „Modell 10“ erwies sich als Exportschlager, mit dem sogar der damalige Papst Pius XI seine Texte verfasste. Für eine voll funktionsfähige Triumph „Matura“ aus dem Jahre 1950 verlangen Händler teilweise unter 40 Euro online. Das Modell „Durabel“ von 1934 kostet dagegen 325 Euro und mehr.

Mercedes-Schreibmaschine

Die in Mehlis ansässige Mercedes-Bureau-Maschinen G.m.b.H begann 1908 mit dem Bau von Schreibmaschinen. Dank der ersten per Elektromotor betriebenen Modelle wurde die Firma in den 30er-Jahren zu Europas größtem Büromaschinen-Produzenten. Das „Modell 5“ von 1928 wird heute für Preise über 1600 Euro angeboten. Reiseschreibmaschinen mit Tasche aus den 60er-Jahren gibt es schon ab 45 Euro zu haben.

Hermes-Schreibmaschine

Die Schweizer Traditionsfirma Paillard stellte ab den 20er-Jahren Schreibmaschinen her. Mit dem Modell „Hermes 2000“ brachte das Unternehmen seine erste Kleinschreibmaschine auf den Markt. Die Ausgabe der „Hermes 2000“ aus den 60er-Jahren findest du heutzutage für etwa 450 Euro auf Onlineplattformen. Eine aus Metall gefertigte Hermes-Baby-Schreibmaschine „Modell Nr. 210322“ kannst du für gut 250 Euro käuflich erwerben.

Wie ermittle ich den Wert meiner alten Schreibmaschine?

Du fragst dich, was deine alte Schreibmaschine wert ist? Antworten kannst du auf unterschiedliche Weise erhalten. Antiquitätenhändler, Flohmärkte und Onlineplattformen sind die vielversprechendsten Anlaufstellen.

Flohmärkte

Auf Flohmärkten kannst du immer wieder Stände finden, die sich auf Antiquitäten spezialisiert haben. Hier sind die Händler nicht selten sachkundig und wissen Bescheid über den Wert alter Schreibmaschinen. Oder sie kennen Kunden, die sich auskennen und dir helfen können.

Antiquitätenhändler

Bist du auf der Suche nach wahren Spezialisten? Dann hast du beim Händler für Antiquitäten gute Karten, eine fachkundige Antwort auf die Frage zu erhalten, was deine antike Schreibmaschine wert ist.

Onlineplattformen

Das Netz ist voller Plattformen, die Auskunft über den Preis deines Sammlerstückes geben können. Bei manchen kannst du die Marke, das Modell und die Typbezeichnung eingeben und erhältst einen Schätzwert. Oder du nutzt eBay Kleinanzeigen zum Preisvergleich. Tipp: Gib hier „antike Schreibmaschine“ oder „alte Schreibmaschine“ ein, um die Suchergebnisse etwas einzugrenzen.

Wo und wie am besten verkaufen?

Auf die Frage, wo du alte Schreibmaschinen verkaufen kannst, gibt es eine einfache Antwort: Wie zur Ermittlung des Wertes geht das am besten in Antiquitätengeschäften, auf Flohmärkten oder Onlineplattformen. Bei allen drei Varianten solltest du beim Verkaufsgespräch möglichst selbstsicher auftreten. Das gelingt dir am besten, wenn du gut informiert in die Unterhaltung gehst und vorab deine Preisgrenze für dich festlegst – falls es zum Verhandeln kommt. Willst du eine Internetplattform für den Verkauf nutzen – wie zum Beispiel eBay Kleinanzeigen – solltest du für qualitativ hochwertige Bilder sorgen. Mache so viele und so detaillierte Angaben wie möglich und verhalte dich im Kundenkontakt stets freundlich.

Alte Schreibmaschinen als Wertanlage?

Ob Schreibmaschinen sich als Wertanlage eignen, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Generell gilt: Je seltener und älter das Gerät ist, desto höher ist das Interesse leidenschaftlicher Sammler. Vor allem natürlich, wenn das Verkaufsobjekt in einem sehr guten Zustand ist.

Raritäten wie die US-amerikanische Sholes-&-Glidden-Typenhebelmaschine von 1874 oder die acht Jahre später erschienene „Hammonia“ des Hamburger Nähmaschinenherstellers Guhl & Harbeck erzielen fünfstellige Preise. Im oberen Preissegment (bis zu 20.000 Euro) ist die Lage stabil. Einzelstücke sowie Prototypen sind hier heiß begehrt. Im mittleren Preissegment (bis zu 2000 Euro) hingegen ist ein Preisverfall von bis zu 30 Prozent zu beobachten. Darin kannst du bei entsprechender Risikobereitschaft eine günstige Gelegenheit für den Einstieg in diese Sammlersparte sehen. Im unteren Preissegment (bis zu 150 Euro) solltest du dir keine allzu großen Wertsteigerungen, sondern eher eine schöne Deko, erhoffen. Wenn die antike Schreibmaschine einen berühmten Nutzer hatte, steigt der Wert allemal. Auf der oben erwähnten „Malling Hansen“ beispielsweise brachte der Philosoph Friedrich Nietzsche seine Gedanken zu Papier.

Haben wir dein Interesse an antiken Sammlerstücken geweckt? Dann kannst du hier einen Artikel zum Wert alter Münzen lesen. Auch dieser Beitrag zu gebrauchten Möbeln enthält viele spannende Infos.