Ratgeber

Einsteigertipps zum Profi-Werkzeug: So findest du die richtige Marke

17.11.2021 | von eBay Kleinanzeigen

Gutes Werkzeug hält ein Leben lang. Es muss aber vor dem Kauf auch als solches erkannt werden. Bei der breiten Auswahl an Marken, die man heute in Baumarkt, Onlineshop und Co. findet, wissen sich Laien nicht immer zu helfen. Wer da nur auf den Preis achtet und in Billigware investiert, spart am falschen Ende. Damit man lange Zeit mit seinen Geräten zufrieden ist, lohnt es sich, dem Profi über die Schulter zu schauen. Erfahre in diesem Artikel, womit du als Einsteiger deinen Werkzeugkoffer packst.

Wie erkenne ich gutes Werkzeug?

Da gibt es eine Faustregel: Gutes Werkzeug liegt ganz einfach gut in der Hand. Es ist im Normalfall aber auch geprüft und zertifiziert. Ein zweiter Hinweis auf gute Qualität sind daher Prüfzeichen oder Auszeichnungen von spezialisierten technischen Organisationen, die Produktsicherheit gewährleisten. Nennenswerte Beispiele sind Dekra, der TÜV oder der VDE. Letzterer vergibt das GS-Siegel („Geprüfte Sicherheit“). Es garantiert dir, dass das Werkzeug auf dem neuesten Stand der Technik ist oder es bei Gebrauchtware zu einem bestimmten Zeitpunkt zumindest war. Das ist allerdings noch nicht alles.

Schlechte Verarbeitung: die roten Flaggen

Anstatt mit einem stabilen Metallring ist der schwere Hammerkopf nur mit brüchigem Kunstharz am Stiel befestigt? Die verstellbare Rohrzange fühlt sich irgendwie wackelig an? Die Spitze des Schraubenziehers ist nicht magnetisch? All das sind rote Flaggen, bei denen du von einem Kauf absehen solltest. Denn auch als Heimwerker setzt du deine Werkzeuge hohen Strapazen aus. Eine schlechte Verarbeitung kann dich aufgrund ständiger Neuanschaffungen nicht nur teuer zu stehen kommen, sondern erhöht auch das Verletzungsrisiko. Auf die einzelnen Werkzeuge gehen wir gleich noch ein. Oft reicht es für eine erstklassige Verarbeitung allerdings schon, auf bewährte Marken zurückzugreifen.


Die richtige Marke

In Sachen gutes Werkzeug weiß niemand besser als der Profi, wo der Hammer hängt. Was im professionellen Bereich zum Einsatz kommt, wird auch Heimwerkern viel Freude bereiten. Sehr empfehlenswert ist es daher, renommierte Marken zu wählen. Deren Produkte sind meist nicht nur robust und langlebig, sondern auch cleverer. Ein rutschfester Griff, das angemessene Gewicht oder eine ergonomische Formgebung sind Pluspunkte, die die Handhabung erheblich erleichtern.

Welche Marken haben das beste Profi-Werkzeug?

Hier hast du eine Liste mit den wichtigsten Marken:

Zugegeben: Das war ein ganz schönes Namedropping. Die Werkzeuge dieser Unternehmen sind aber nicht nur auf den Baustellen und in den Handwerksbetrieben der Welt wahre Stars. Sie schaffen es auch regelmäßig in die großen Markenrankings des Sektors. Der Grund: Die Hersteller haben reichlich Erfahrung und investieren stark in Forschung und Entwicklung. Zudem ist es sehr einfach, Ersatzteile für ihre Artikel zu finden. Das ist bei günstiger Supermarktware oft nicht der Fall. Selbstverständlich ist auch diese Liste nur eine Auswahl. Informiere dich also vor dem Kauf gegebenenfalls beim Fachhändler oder im Internet über das jeweilige Produkt, das du vor dir liegen hast.

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Warum Profi-Werkzeug gebraucht kaufen?

Profi-Werkzeug ist nicht günstig. Da es stark beansprucht wird, liegt der Unterschied zwischen hoch- und minderwertiger Ware im Detail. Einen Akkubohrer ohne Griff und Stromversorgung wirst du wohl kaum finden. Einen mit überholtem Nickel-Metallhydrid- anstatt mit leistungsfähigem Lithium-Ionen-Akku schon. Ähnliches gilt für ein Elektrowerkzeug mit Schutzisolierung. Gebrauchte Qualitätsware ist daher eine vollwertige und preiswerte Alternative zum Neukauf. Die Betonung liegt hier allerdings ganz klar auf Qualität. Die beliebten All-inclusive-Sets aus den Ramschecken der Supermärkte solltest du möglichst vermeiden – egal ob neu oder alt. Eine Bohrmaschine von Bosch ist hingegen selbst gebraucht ein echtes Arbeitstier, das so schnell nicht den Geist aufgibt.
Wenn du Profi-Werkzeug gebraucht kaufen möchtest, hast du verschiedene Möglichkeiten: auf dem Flohmarkt, im stationären Handel oder im Internet.


Auf dem Flohmarkt

Der Flohmarkt ist der perfekte Ort, um ein Schnäppchen zu machen. Und auch, um die Ware genauer unter die Lupe zu nehmen: Steht am Schraubenzieher scharfkantiges Plastik ab? Sind Risse im Holzgriff des Hammers? Hat der Winkelschleifer Schäden, die von heftigen Stürzen herrühren? Andererseits ist das Angebot meist relativ begrenzt. Daher gilt hier ganz besonders: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Falls dein Lieblingsgemälde noch heute an der Wand hängen soll, muss natürlich sofort das richtige Werkzeug her. Planst du allerdings, dir langsam, aber sicher deinen eigenen Bestand an Werkzeug aufzubauen, ist der Flohmarkt jeden Besuch wert.


Im stationären Handel

Neben neuen Produkten findest du in manchen Fachgeschäften oder Secondhandläden auch gebrauchtes Profi-Werkzeug. Zwar ist hier das Angebot begrenzt, dafür kannst du dich meist aber von Experten beraten lassen. So hast du den Vorteil, nicht nur offensichtliche Schäden oder Schwachstellen zu erkennen,sondern erfährst auch Wissenswertes zu fortgeschrittenen Funktionen. Hat der Drehmomentschlüssel eine anwenderfreundliche Umschaltknarre, die einen einfachen Rechts- und Linksbetrieb ermöglicht? Verfügt der Winkelschleifer über einen Sanftanlauf, der einem ruckartigen Anlaufen des Geräts und somit auch Verletzungen vorbeugt? Ist das Getriebe der Stichsäge vibrationsarm oder darf ich mich jetzt schon auf schmerzhafte Blasen an den Händen freuen?


Im Internet

Vorteil Nummer eins des Onlinekaufs von gebrauchtem Profi-Werkzeug ist die riesige Auswahl. Zwar musst du dich oft auf die jeweiligen Fotos und Produktbeschreibungen verlassen, andererseits ist dein Wunschobjekt häufig nur wenige Klicks entfernt. Auch bei eBay Kleinanzeigen findest du gebrauchtes Profi-Werkzeug in Hülle und Fülle. Zudem kannst du deine Suchergebnisse bei uns nach der Postleitzahl ordnen. So hast du die Möglichkeit, die Ware nach Absprache vielleicht sogar persönlich zu begutachten.

Was gehört eigentlich alles in einen Werkzeugkoffer?

Was muss ich beim Kauf eines gebrauchten Akkuschraubers beachten?

Welche Marke für Bohrmaschinen?

Unsere top drei: Bosch, Makita, Einhell. Schon ein erstes Überfliegen der Testvergleiche vergangener Jahre verrät, wie angesehen diese Marken sind. Dennoch möchten wir betonen, dass auch diese Auswahl beim Kauf keineswegs ausschließend ist. Auch eine Bohrmaschine von Würth, Metabo oder Gedore gehört in die Bundesliga der Elektrowerkzeuge. Bei Produkten der oberen Preisklasse geht es meist sowieso nur um sehr fortschrittliche Funktionen.


  • Einen im Bergbau eingesetzten Bohrhammer wirst du in den eigenen vier Wänden eher nicht brauchen. Ein Gerät mit Schlagbohrfunktion und zweitem Griff hingegen ist besonders bei Arbeiten in Stein oder Mauerwerk absolut sinnvoll.
  • Auch nützliche Extras: ein Tiefenanschlag zur Begrenzung der Bohrtiefe, ein Winkelaufsatz für schwer erreichbare Stellen und ein Drehzahlregler, um die Bohrmaschine problemlos zum Schrauben zu verwenden.

Welche Marke für Drehmomentschlüssel?

Hazet, Wera, Gedore oder Unitec bieten viele Modelle mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine klare Belegung der Siegertreppchen kann man so pauschal aber nicht festlegen.Auch Drehmomentschlüssel von Würth und Stanley spielen qualitativ ganz oben mit. Wie bei jedem Werkzeug gilt: Bei bewährten Marken geht es oft um sehr geringe Unterschiede. Kaufst du gebraucht, kommt es da nicht so sehr auf den eigentlichen Marktpreis, sondern auf das spezifische Angebot an. Ein guter Drehmomentschlüssel von Hazet kann dich in einem Online-Kleinanzeigenmarkt locker halb so viel kosten wie ein billiges, kurzlebiges Modell aus dem Supermarkt. Grundsätzlich gibt es übrigens zwei Typen:


  • Bei auslösenden Drehmomentschlüsseln stellst du das Zielmoment am Schlüssel ein. Wird es an der Kraftachse erreicht, hörst und spürst du ein Knacken.
  • Anzeigende Drehmomentschlüssel zeigen das Drehmoment auf einer elektronischen Anzeige, Messuhr oder Skala an. Eine Drehstabfeder oder ein Torsionsstab dient zur Messung. Besonders wichtig ist dieser Typ für Arbeiten, bei denen nur ein bestimmter Druck ausgeübt werden darf.

Welche Marke für Stichsägen?

Hier sind Bosch, Makita und Einhell, aber auch Festool, Black + Decker und DeWalt sehr beliebte Marken. Falls Kurvenschnitte auf dem Programm stehen, solltest du eine Stichsäge mit Knauf- statt mit Bügelgriff kaufen. Auf den Vorteil eines vibrationsarmen Getriebes haben wir eben schon hingewiesen. Weiterhin sollte das Gerät eine Drehzahlregelung haben, falls du nicht nur Holz, sondern auch wärmeempfindliche Kunststoffe schneiden willst. Optional, aber dennoch sinnvoll sind ein Pendelhub für aggressiveres Schneiden, ein werkzeugloses System für den Sägeblattwechsel und eine Staubabsaugung.

Welche Marken für Schraubenschlüssel?

Mannesmann, DEMA und Hazet konnten in vergangener Zeit in vielen Markenrankings überzeugen. Auch Sets von Würth oder Wera lassen nichts zu wünschen zu übrig. Wieder einmal kannst du eigentlich alle führenden Marken in Betracht ziehen. Am besten kaufst du Schraubenschlüssel allerdings nicht einzeln, sondern gleich im Set. Je nach Einsatz gibt es verschiedene Typen:


  • Ein Gabel- oder Maulschlüssel hat zwei unterschiedlich große Gabeln. Er ist perfekt für Muttern an Gewindestangen oder Rohren.
  • Ringschlüssel umfassen die Mutter an allen Seiten. Sie sind sicherer als der Gabelschlüssel, da sie ein Abrutschen verhindern.
  • Rollgabelschlüssel sind echte Allrounder. Über eine Rändelschraube kannst du die Größe verstellen. Für kleinere Muttern sind sie allerdings nicht so gut geeignet.
  • Pfeifenkopfschlüssel sind L-förmig und ermöglichen dank eines Rohres eine höhere Hebelkraft.
  • Steckschlüssel werden meist im Satz angeboten und verfügen über auswechselbare Stecknüsse für verschieden große Muttern – ein weiteres Allroundtalent.
  • Besonders für den Möbelbau brauchst du verschiedene Inbusschlüssel. Diese sind auch als Innensechskantschlüssel bekannt und ermöglichen dank der hakenähnlich gebogenen Form, auch tiefer gelegene Inbusschrauben zu erreichen.
  • Der Torx-Schlüssel hat im Gegensatz zum Inbusschlüssel einen sternförmigen Kopf und ist sehr geläufig bei Haushaltsgeräten.

Welche Marken für Winkelschleifer?

Flex, Metabo, Bosch, Hitachi oder Pferd erfreuen sich höchster Beliebtheit. Noch einmal sind beim Kauf allerdings die Funktionen entscheidend. Falls du keine Spezialanwendungen für dein Gerät vorsiehst, ist ein Modell mit einem Scheibendurchmesser von 125 mm die perfekte Wahl. Der Winkelschleifer sollte aus Sicherheitsgründen zweihändig bedienbar sein. Auch ein Sanftanlauf und eine Spindelarretierung für einen schnelleren Scheibenwechsel sind definitiv Pluspunkte. Falls du öfter etwas schleifen willst, wirst du dich über einen vibrationsdämpfenden Griff ganz besonders freuen. Deine Arme werden es dir danken.

Welche Marken für Akkubohrer?

Bosch, Einhell, Makita, Metabo, DeWalt und Black + Decker gehören definitiv in die Top Ten. Mit einem Akku- bzw. Bohrschrauber kannst du sowohl bohren als auch schrauben. Beim Bohren ist allerdings die traditionelle Bohrmaschine mit Kabel überlegen. Beim reinen Schrauben sind sie aber die weitaus gemütlichere Alternative zum Schraubenzieher. Achte vor dem Kauf möglichst auf Folgendes:


  • Mindestens zwei Gänge. Der niedrige Gang dient zum Schrauben, der höhere zum Bohren.
  • Eine Drehmomentbegrenzung. Die Schraube soll ja in und nicht durch die Wand. Zudem kannst du dich durch plötzliche Verdrehungen am Handgelenk verletzen.
  • Die Akkuspannung sollte mindestens 7,2 Volt, im Idealfall aber 14,4 Volt betragen. Am längsten hast du übrigens etwas von einem modernen Lithium-Ionen-Akku.
  • Das Gewicht. Je leistungsstärker der Akku, umso schwerer ist er auch. Von einem Modell mit deutlich zu hoher Leistung für den häuslichen Gebrauch ist daher abzuraten.
  • Ausreichend viele Bits. Schließlich wirst du mit unterschiedlichen Schrauben arbeiten.

Welche Marken für Zangen?

Knipex und Würth sind beliebte Optionen. Bei diesem Werkzeug gilt allerdings ganz besonders: Die beste Bewertung nützt nichts, wenn die Zange nicht gut in der Hand liegt. Denn egal, ob Kneif-, Schneide- oder Kombizange: Die Kraft entsteht durch den Druck, den deine Hände aufbringen. Als Erstes solltest du daher den Griff überprüfen. Der nächste Blick gilt dann dem Zangenkopf. Tipp: Eine Kombizange sollte ein Blatt Papier gut greifen können. Also am besten selbst testen.

Was ist die Grundausstattung eines Hobbyhandwerkers?

Zur Grundausstattung gehören in jedem Falle Hammer, Schraubenzieher, Schraubenschlüssel und Drehmomentschlüssel sowie ein guter alter Zollstock. Auch Handschuhe, ein Augenschutz und allgemein Arbeitskleidung sind je nach Projekt definitiv von Vorteil. Du willst wirklich fast allen handwerklichen Situationen gewachsen sein? Dann solltest du auch eine Bohrmaschine, einen Akkubohrer, eine Stichsäge und einen Winkelschleifer ins Repertoire aufnehmen. Selbstverständlich darf es auch an Zubehör nicht fehlen: Nägel, Schrauben, Dübel und Muttern kann man nie zu viele haben.

Fazit

Wenn du anstatt in Billig- oder hochwertige Neuware in gutes gebrauchtes Profi-Werkzeug investierst, erhältst du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Wirf am besten auch einen Blick auf diesen Artikel, um noch mehr über das Thema zu erfahren.