Ratgeber

Auf Wohnungssuche? Das musst du bei der Bewerbungsmappe beachten

22.05.2019 | von Kerstin Musl

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Diese Unterlagen müssen in deine Bewerbungsmappe
  2. 2Welche Form der Bewerbungsmappe solltest du wählen?
  3. 3So kannst du mit deiner Wohnungsbewerbung überzeugen

Du willst auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt deine Traumwohnung finden? Hier kommt deine ultimative Checkliste für die Bewerbungsmappe!

Man verbringt unzählige Tage auf Wohnungssuchportalen, schreibt zig Mails und führt dutzende Telefongespräche mit Maklern und potenziellen Vermietern. Wenn dann die Absage zur Traumwohnung hereinflattert, ist die Trauer groß. Damit das nicht zur Tagesordnung wird, erfährst du hier, wie du deine Bewerbungsmappe perfekt zusammenstellst und so deine Chancen auf dem harten Wohnungsmarkt erhöhst.

Diese Unterlagen müssen in deine Bewerbungsmappe

Die verlangten Unterlagen unterscheiden sich oft von Vermieter zu Vermieter. Hier kommt eine Liste mit den am häufigsten benötigten Dokumenten:

1. Einkommensnachweis

Dein zukünftiger Vermieter möchte im Vorhinein sicherstellen, dass du die Miete bezahlen kannst. Dafür braucht er einen Einkommensnachweis, sprich deine Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate. Bist du nicht berufstätig, zählen hier auch die Nachweise vom BAföG, von der Rente sowie erhaltene Unterhaltszahlungen oder das Arbeitslosengeld dazu. Bist du selbstständig, reicht dein Einkommensteuerbescheid des Vorjahres.

2. Selbstauskunft

Die Selbstauskunft ist eine auszufüllende Vorlage des Vermieters, in der meist aktuelle Informationen zu deiner persönlichen, beruflichen, familiären und finanziellen Situation nachgefragt werden. Auch eine Kopie des Personalausweises wird häufig verlangt. Grundsätzlich sind diese Fragen alle legitim und nachvollziehbar, aber es gibt auch einige Tabufragen, die immer wieder gerne gestellt werden, aber laut Gesetz nicht beantwortet werden müssen. Zu diesen Themen zählen zum Beispiel Fragen nach dem Familienstand, der Religionszugehörigkeit, der sexuellen Orientierung und auch der Mitgliedschaft in Verbänden, Parteien oder dem Mieterverein.

3. SCHUFA Bonitätsauskunft

Die SCHUFA-Datei gibt Nachweis darüber, ob du zahlungsfähig bist und wie es generell um deine Zahlungsmoral steht. Die Auskunft ist speziell für die Weitergabe an Dritte gedacht und kostet dich knapp 30 Euro.

4. Persönliches Anschreiben

Hier stellst du dich kurz vor und schreibst, was dir an dieser Wohnung besonders gut gefällt und warum gerade du diese Wohnung bekommen solltest. Mehr dazu unter dem nachfolgenden Punkt Persönlichkeitsfaktor.

5. Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Hole dir deine Bescheinigung von deinem vorherigen Vermieter. Der bestätigt dir dann, dass du keine Mietschulden bei ihm hast und auch immer pünktlich zahlst. Das schafft Vertrauen beim zukünftigen Mieter. Ideal wäre auch ein Referenzschreiben vom aktuellen Vermieter, in dem er dich als angenehmen Mieter weiterempfiehlt.

Welche Form der Bewerbungsmappe solltest du wählen?

Die Form mag eine persönliche Geschmackssache sein, doch laut Statistik bevorzugen 61 Prozent der Vermieter die digitale Form der Bewerbungsunterlagen im Vergleich zur analogen Mappe.

So kannst du mit deiner Wohnungsbewerbung überzeugen

Vollständigkeit

Am wichtigsten ist vor allem, dass alle gewünschten Dokumente vollständig vorhanden sind und alle Angaben korrekt sind. Gute Lesbarkeit, korrekte Rechtschreibung und absolute Sauberkeit bringen Extrapunkte. Bei der aktuellen Wohnungsnotlage ist die Konkurrenz groß und die Mappen, die unvollständig sind, werden als erstes im Müll landen.

Persönlichkeitsfaktor

Erzähle, wer du bist und was du so in deinem Leben machst. Authentizität wird hier ganz groß geschrieben, also verstelle dich nicht und überzeuge mit Natürlichkeit und Ehrlichkeit. Formuliere ruhig aus, wie du derzeit wohnst und warum du nun diese neue Wohnung mieten möchtest. Bekommst du Familienzuwachs und willst dich deswegen vergrößern? Musst du für deinen neuen Job umziehen? Oder hast du gerade eine Trennung von deinem Freund oder deiner Freundin hinter dir? Auch ein Foto von dir, kann nicht schaden. Je detaillierter die Beschreibung von dir ist, desto besser bleibst du beim Vermieter in Erinnerung – was dich wiederum in die finale Auswahlrunde befördern kann.

Pünktlichkeit

Um gute Chancen auf die Wohnung zu haben, solltest du mit der Abgabe deiner Mappe wirklich nicht zu lange warten. Außerdem musst du absolut pünktlich bei der Wohnungsbesichtigung sein. Wenn zu viele Bewerber auf einer Wohnung sind, kann es nämlich auch schnell mal zu einem Abgabe- bzw. Einlassstopp kommen. Die Vermieter haben meist keine Lust sich wochenlang mit Mietersuche und Wohnungsbesichtigungen zu beschäftigen und wollen deswegen alles schnell erledigt haben. Wenn es zu Anfang gleich einen sympathischen Bewerber gibt, bei dem alle Dokumente vollständig da sind und die Chemie zwischen ihm und dem Vermieter stimmt, wird oft nicht lange überlegt und die Wohnung ist vergeben.

Individualität

Deine Bewerbung soll gut im Gedächtnis hängen bleiben. Das schaffst du am besten mit etwas Kreativität und Individualität. Verleihe deiner Mappe eine persönliche Note, indem du ein eigenes Design für das PDF entwickelst und dich dadurch von der breiten Masse abhebst. Baue verschiedene Formen, Farben und Schriften ein, achte aber darauf, dass es stets übersichtlich bleibt und einen roten (Design-)Faden gibt. Es soll den Vermieter fesseln, ihn aber nicht zu sehr verwirren oder gar zu viel Zeit rauben, weil er durch Schnickschnack die wichtigsten Infos nicht mehr finden kann.

Mit ein wenig Ausdauer und diesen Tipps in petto, wird es nun sicher nicht mehr lange dauern, bis du endlich deine Traumwohnung beziehen kannst! Tipps zur nachhaltigen Wohnungseinrichtung findest du in diesem Beitrag.

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Fotos: Kerstin Musl